Presse / Aktuelles Artikel "Dalai Lama gibt eine Erklärung an alle Tibeter" vom 09.04.2008
Gestern gab Seine Heiligkeit der Dalai Lama eine Erklärung an alle Tibeter
heraus, wir sind dabei, diese ins Deutsche zu übertragen, leider dauert
alles seine Zeit. Die Erklärung auf Englisch ist abrufbar unter:
http://www.tibet.net/en/prelease/2008/060408.html
Wir möchten auf die neue Website des Tibetan Solidarity Committee
hinwiesen, das sich aus Mitgliedern der tibetischen Exilregierung und von
Nicht- regiersungsorganisationen zusammensetzt:
http://www.stoptibetcrisis.net/pr050408.html
Auf unserer Website unter
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html
sind die wichtigsten Meldungen über den Volksaufstand in Tibet gesammelt.
Briefverschlag an die UN-Menschenrechtskommissarin:
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Aktion/BriefvorschlagMRRat.html
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Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)
Top Floor, Narthang Building, Gangchen Kyishong, Dharamsala 176215, H.P.,
Phone/Fax: +91 1892 23363 / 25874, e-mail: dsala@tchrd.org, www.tchrd.org
Pressemitteilung, 5. April 2008
2300 Tibeter wurden infolge der Proteste bisher festgenommen
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Die Welle von Massenverhaftungen in Tibet reißt nicht ab, letzten
Informationen zufolge haben die chinesischen Behörden schon über 2.300
Tibeter in den verschiedenen Landesteilen festgenommen. Sie werden in den
Hafteinrichtungen von Gemeinden, Bezirken und Präfekturen der diversen
administrativen Einheiten Tibets festgehalten. Das TCHRD hat seit dem 10.
März 301 Fälle von Festnahmen dokumentiert, wo ihm die Identität der
Festgenommenen bisher bekannt ist.
Das offizielle Webportal www.chinatibetnews.com informierte darüber, daß
am 3. April 2008 höhere Justizbeamte von drei Ebenen der Gerichtsbarkeit
der Autonomen Region Tibet (TAR) zu Sitzungen zusammentraten, um die in
Aussicht genommenen Gerichtsverfahren für die festgenommenen Tibeter zu
erörtern. Bei diesen Sitzungen wurde betont, daß die Prokuraturen sofort
Schritte einleiten müßten, um die Fälle zügig zu verhandeln und
angemessene Urteile über diejenigen zu fällen, die der Verletzung von
Recht und Ordnung für schuldig befunden werden.
Die China Tibet News nannte eine Zahl von 1000 Tibetern, die wegen
Beteiligung an den „Krawallen“ am 14. März in der Stadt Lhasa festgenommen
wurden. Die Mitteilung über diese Festnahmen erfolgte im Anschluß an eine
Erklärung des Vizeparteisekretärs der Stadt Lhasa, Wang Xiang Min, daß die
Durchsetzung von Recht und Ordnung gelungen, die allgemeine Überwachung in
Lhasa verschärft und über eintausend Tibeter in den diversen Haftzentren
inhaftiert worden seien.
Um seine Entschlossenheit zur Unterdrückung weiterer Proteste zu betonen,
gab das Büro für Öffentliche Sicherheit der TAR eine Fahndungsliste mit 79
Namen von Tibetern heraus, die vom 15. März bis 3. April an dreizehn
verschiedenen Orten protestiert hätten.
Die chinesischen Behörden gaben auch bekannt, daß die Vollzugsbehörden in
Lhasa am 1. Mai 2008 die Fälle von 1000 festgenommenen Tibetern allen drei
Ebenen der Gerichtsbarkeit in der TAR zur formellen Klageerhebung und
Urteilsfindung übergeben werden.
Angesichts der bisherigen Praxis der Gerichte in China fürchtet das TCHRD,
daß die Prozesse der Festgenommenen nicht fair und alles andere als
transparent sein werden. Da die Gerichtsverhandlungen in dem chinesischen
Justizsystem meist hinter verschlossenen Türen stattfinden und es keine
ordentlichen Verfahren gibt, ist das TCHRD tief besorgt um das Schicksal
der tibetischen Häftlinge. Ihre Fälle werden sicherlich nicht nach
internationalen Rechtsnormen verhandelt, ja nicht einmal so, wie es das
chinesische Recht vorsieht.
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Central Tibetan Administration, Dharamsala
http://www.tibet.net/en/prelease/2008/030408.html
Ein Appell Seiner Heiligkeit des Dalai Lama 2. April 2008
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Kontakt: Chhime R. Chhoekyapa, Sekretär, Mobile + 91 (09816021879) Tenzin
Taklha, zweiter Sekretär, Mobile + 91 (09816021813)
Ich möchte hiermit meine Anerkennung und Dankbarkeit ausdrücken gegenüber
den Staatschefs der führenden Nationen, gegenüber Abgeordneten aus aller
Welt, NGOs und Volksvertretern, die ihre Besorgnis über die jüngsten
erschütternden und tragischen Ereignisse in Tibet zum Ausdruck gebracht
haben. Ich bin ferner für ihre Bemühungen dankbar, die chinesische Führung
zu überzeugen, Zurückhaltung gegenüber den friedlichen Protestierenden in
Tibet zu üben, während sie zugleich die Aufnahme konstruktiver Gespräche
zur Lösung des Problems einfordern.
Ich glaube, daß die jüngsten Demonstrationen und Proteste ein Ausdruck der
lange angestauten Verbitterung des tibetischen Volkes sind, nicht nur in
der sogenannten Autonomen Region Tibet (TAR), sondern auch in den
außerhalb von ihr liegenden, traditionell tibetischen Gebieten, welche
jetzt den Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan zugehören und in
welchen umfangreiche Gemeinschaften ethnischer Tibeter bestehen.
Nach Informationen aus zuverlässigen Quellen haben die chinesischen
Behörden große Truppenkontingente in diese traditionell tibetischen
Regionen entsandt und sie haben nicht nur damit begonnen, sehr hart gegen
die Tibeter vorzugehen, die sich angeblich an den Unruhen beteiligt haben,
sondern sie haben die gesamten Gebiete abgeriegelt, in welchen die
Proteste stattgefunden haben.
Aus diesem Grund bitte ich Sie, Ihre Unterstützung bei der Forderung nach
einem sofortigem Ende der gegenwärtigen gewaltsamen Niederschlagung der
Proteste fortzusetzen, nach der Freilassung all jener, die festgenommen
und inhaftiert wurden, sowie der Bereitstellung angemessener medizinischer
Versorgung der Verletzten. Wir sind insbesondere besorgt über den Mangel
an adäquaten medizinischen Einrichtungen, da es Berichte über eine
Vielzahl verletzter Tibeter gibt, die sich davor fürchten, chinesisch
geführte Hospitäler und Kliniken zur Behandlung aufzusuchen.
Ich möchte Sie ebenfalls ersuchen, die Entsendung unabhängiger
internationaler Beobachter zu unterstützen, um die Unruhen und ihre
eigentlichen Ursachen zu untersuchen. Ebenso sollte Medien und
internationalen medizinischen Hilfsteams die Erlaubnis gegeben werden,
sich in die betroffenen Gebiete zu begeben. Ihre Anwesenheit wird dem
tibetischen Volk nicht nur eine Beruhigung sein, sondern auch einen
mäßigenden Einfluß auf die chinesischen Behörden haben. (Nicht-offizielle
Übersetzung)
Dr. med. Ingfried Hobert
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