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Presse / Aktuelles

Artikel "Truppenverlegungen nach Tibet in vollem Gang" vom 29.03.2008

Eine Petition des Vereins der Tibeter in Deutschland steht zum Download 
unter: http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Aktion/Petition_VdT.pdf

Bitte unterstützen Sie den Aufruf der Gesellschaft für bedrohte Völker:
Olympia-Eröffnungsfeier boykottieren!
http://www.gfbv.org/chinakampagne/inhaltsDok.php?id=1285&stayInsideTree=1

Eine anschauliche Überssichtskarte über die zahlreichen Orte, an denen es zu
Protesten kam, gibt es unter:
http://www.stoptibetcrisis.net/mapsuprising.html

Hier folgen drei Meldungen des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und
Demokratie. Das Zentrum stellt auf seiner Website zwei großformatige Plakate
mit Bildern des Volksaufstands der Tibeter und Bildern der Opfer zum Download
zu Verfügung, diese Bilder sind groß genug, um ausgedruckt zu werden.
http://www.tchrd.org/images/poster/poster.jpg und

http://www.tchrd.org/images/poster/mass_uprising.jpg
*****************************************************************************
Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)
Top Floor, Narthang Building, Gangchen Kyishong, Dharamsala 176215, H.P.,
India
Phone/Fax: +91 1892 23363 / 25874, e-mail: dsala@tchrd.org, www.tchrd.org
Pressemitteilung, 25. März 2008

Nahrungsblockade: Mönch aus dem Kloster Ramoche verhungert
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Seit dem Aufflammen der Demonstrationen in Tibet am 10. März wird die
Militär- und Polizeipräsenz in den an den Protesten beteiligten Klöstern und
ihrer Umgebung massiv aufgestockt.

Militär und PAP haben diese Klöster (darunter Sera, Gaden und Drepung) von
der Zufuhr von Wasser, Strom, Lebensmittelsmitteln und Medikamenten
abgeschnitten.

Seit dem 14. März hält das Militär das in Lhasa gelegene Kloster Ramoche
umstellt, beschießt es öfter mit Tränengas und blockiert alle Zugänge.
Infolgedessen bestehen dort immense Probleme mit der Nahrungs- und
Wasserversorgung. Bestätigten Informationen aus einer zuverlässigen Quelle
zufolge ist der Mönch Thokmey am 24. März verhungert.

Zahlreiche Klöster in Tibet haben mit Essens- und Wasserknappheit,
Einschränkung der Bewegungsfreiheit, unzureichender medizinischer Versorgung
zu kämpfen und werden unter Tränengasbeschuß gehalten. Wir sind zwar in der
Lage, zu bestätigen, dass diese Zustände in vielen Klöstern weiter anhalten;
auf Grund der Restriktionen durch die chinesischen Behörden ist es jedoch
außerordentlich schwierig, genauere Informationen zu einzelnen Vorgängen (wie
dem oben erwähnten Todesfall in Ramoche) zu erlangen.

China versucht, die Tibeter im Bezirk Bathang (chin: Batang) und Derong, TAP
Kardze, Provinz Sichuan auf seine Seite zu ziehen.

In beiden Bezirken hat die Regierung jedem der beiden dort beheimateten
Klöster 20.000 Yuan und allen Haushalten 300 kg Reis zukommen lassen. Es ist
geradezu ironisch, dass China auf der einen Seite friedliche tibetische
Demonstranten umbringt (die Zahl der Opfer steigt täglich) und andererseits
versucht, sich Tibeter auf diese Weise gewogen zu machen.

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Ein Tibeter erschossen und ein weiterer lebensbedrohlich verletzt bei Protest
in Drango
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=
TCHRD, Montag, 24. März 2008

Nach bestätigten Informationen, die das Tibetan Centre for Human Rights and
Democracy (TCHRD) erhalten hat, wurden im Bezirk Drango, Tibetisch-Autonome
Präfektur Kardze, Sichuan, heute Nachmittag mindestens ein tibetischer
Protestteilnehmer erschossen und ein weiterer befindet sich in einem
lebensbedrohlichen Zustand, nachdem die Volkbefreiungsarmee wahllos in die
Menge der protestierenden Tibeter geschossen hatte.

Um ca. 14:00 (Pekinger Zeit) begannen die Mönche des Kloster Chokri und die
Nonnen des Frauenklosters Ngyoe-go aus der Stadt Drawo, Bezirk Drango (Ch:
Luhuo Xian), Tibetisch-Autonome Präfektur Kardze, Provinz Sichuan, gemeinsam
einen friedlichen Protest, welchem sich später einfache Bürger der Stadt
Drawu anschlossen. Um 200 Protestteilnehmer zogen in Richtung der städtischen
Verwaltungszentrale, Slogans singend wie "Lang lebe der Dalai Lama",
"Unabhängigkeit für Tibet" und "Freiheit für Tibet".

Nach Informationen aus einer Vielzahl von Quellen innerhalb Tibets erreichte
eine große Zahl von Angehörigen der Volksbefreiungsarmee und des Public
Security Bureau (PSB) den Ort des Geschehens, um die erregten
Protestteilnehmer zu bezwingen. Im Fortgang der Ereignisse kam es zu einem
Zusammenstoß zwischen den zwei beteiligen Seiten und nach kurzer Zeit
eröffneten die chinesischen Sicherheitskräfte mit scharfer Munition das Feuer
auf die protestierende Menge, was zu dem Tod von mindestens einem Mönch und
der lebensbedrohlichen Verletzung eines weiteren führte. Identifiziert wurde
der tote Tibeter als der 18-jährige Mönch Kunga aus dem Kloster Chokri,
Bezirk Drango (ch: Luhuo xian), Tibetisch-Autonome Präfektur Kardze. Tsewang
Dhondup, ein 30 Jahre alter Mönch aus dem gleichen Kloster, befindet sich
bekanntermaßen in einem lebensbedrohlichen Zustand, nachdem er durch einen
Schuss von den chinesischen Sicherheitskräften getroffen wurde.

Nach Quellen in Tibet zweifeln viele daran, ob er die Schussverletzung
überleben kann. Aktuell konnten keine weiteren Informationen zur exakten Zahl
der Toten, Verletzten oder Verhafteten ermittelt werden. TCHRD befürchtet,
dass weitere Todesfälle bekannt werden, da viele Gewehrsalven in die Menge
der Protestierenden geschossen wurden.

Bereits am 18. März war ein vergleichbarer Protest in Kardze ausgebrochen,
der zum Tod von mindestens drei Tibetern und 15 Verletzten führte, nachdem
bewaffnete Polizei wahllos in die Protestierenden geschossen hatte.

TCHRD verurteilt in strengster Weise den brutalen Einsatz von Gewalt gegen
friedliche tibetische Demonstranten durch die chinesischen
Sicherheitsbehörden. Das Centre wird bei erscheinen weiterer Informationen
aus dem Gebiet Aktualisierungen liefern.
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Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)
Pressemitteilung, 23. März 2008

Mehrere hundert Tibeter protestieren in Chentsa, TAP Malho, Provinz Qinghai
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Wie das TCHRD erfuhr, haben am 22. März 2008 einige hundert Tibeter in der
aus vier Dörfern bestehenden Gemeinde Markhul-thang friedlich protestiert.
Die Gemeinde liegt im Bezirk Chentsa, TAP Malho, Provinz Qinghai in
Nordosttibet.

Nachdem die Tibeter der Gemeinde eine religiöse Zeremonie für eine gute Ernte
durchgeführt hatten, brachen sie spontan zu einem friedlichen Protestmarsch
zum Gebäude der Bezirksregierung auf. Sie riefen dabei Parolen wie: "Lang
lebe der Dalai Lama", "Der Dalai Lama soll nach Tibet zurückkehren", "Befreit
den XI. Panchen Lama Gedun Choekyi Nyima" und "Freiheit für das tibetische
Volk".

Unseren Quellen zufolge trugen die Demonstranten ein Portrait des Dalai Lama
und des verschwundenen XI. Panchen Lama sowie die verbotene tibetische Fahne
mit sich.
Als sie in die Nähe der Verwaltungsgebäude gelangten, baten angesehene
örtliche religiöse Persönlichkeiten sie, mir ihrer Demonstration aufzuhören,
um Blutvergießen und den Verlust von Menschenleben zu vermeiden. Schließlich
zerstreuten sich die Demonstranten und gingen nach Hause.

Wie berichtet wird, standen beim Regierungsgebäude mehrere hundert
chinesische Sicherheitskräfte in voller Kampfmontur bereit, um mit Gewalt
gegen die friedlichen Demonstranten vorzugehen.

Am 22.März wurden zahlreiche Mönche aus dem Kloster Makur Namgyaling, die zu
friedlichen Protesten aufgebrochen waren, von chinesischen Sicherheitskräften
aufgehalten.
Neuesten Nachrichten aus der Region zufolge wurden am Morgen des 23. März
mindestens drei tibetische Demonstranten verhaftet. Ihre Namen sind Sherab
und Tabo, beide 40 Jahre alt, und Kunpo, 20 Jahre. Über die Festnahme von
weiteren sechs Tibetern bei zwei Razzien liegt noch keine Bestätigung vor.

Am 23. März gab es Proteste von ca. 800 Tibetern aus den Dörfern Lha, Lowa
und Meru sowie dem Kloster Nyarong, Die friedlichen Demonstranten wurden
jedoch der in Ortschaft Lokog von chinesischen Sicherheitskräften
aufgehalten.

Massive Verlegungen paramilitärischer Truppen aus der Stadt Siling (chin.
Xining) in den Bezirk Chentsa sind in vollem Gange. Durch die scharfen
Sicherheitsmaßnahmen sollen weitere Proteste unterdrückt und alle Straßen
überwacht werden. Die Stimmung in der Gegend ist angespannt und von
Feindseligkeit geprägt.

Dr. med. Ingfried Hobert

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