Presse / Aktuelles Artikel "Krisenfelder von Ruediger Dahlke" vom 04.04.2009
Das Krisenfeld Nach Monaten wirtschaftlicher Horrormeldungen leben wir immer noch und könnten feststellen, der Mensch ist mehr als Wirtschaft. Der alte (christliche) Hut, dass wir nicht vom Brot allein leben, wird sehr deutlich und aktuell. Falls wir von der Hoffnung leben, kann es offenbar nicht die auf wirtschaftlichen Erfolg sein, denn die ist uns gerade ziemlich systematisch von den Medien ausgetrieben worden. Diese bauen an einem Feld des allgemeinen Niedergangs und Pessimismus. Wer Ahnung von Feldern hat, wird sich gut überlegen, ob er darauf einsteigt, denn das hat natürlich persönliche und allgemeine Konsequenzen. Wir könnten fragen, was will uns das alles sagen? http://dahlke.at/veroeffentlichungen/art_feb2009.php#lesezeichen Die moderne Geld-Oper Staunend erleben wir, wie konservative Politiker, die über Jahrzehnte alles und vor allem die Gewinne privatisierten, nun mit großem Engagement Kernforderungen von Kommunisten umsetzen und große Banken verstaatlichen. Täglich kommen neue hinzu, darunter so gewaltige Institute wie die Schweizer UBS, gegen die die Deutsche Bank ein kleiner Fisch ist. Verhalten sich die Politiker dabei nun vor allem staatsmännisch und verantwortungsbewusst, wie sie uns ständig bedeutungsschwanger weis machen wollen? Oder ist es nicht doch so, dass sie im ganz großen Stil mit Steuergeldern die Spielschulden von wenig- bis unverantwortlichen Investment-Bankern sanieren? http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/art_geld.php Der Urlaub und seine zwei Seiten Ob Sie erst fahren oder schon zurückkommen, aus dem Urlaub lässt sich auch hinterher noch lernen. Von deutschen Pauschaltouristen kommen angeblich doppelt so viele unzufrieden aus dem Urlaub zurück wie mit der Reise einverstanden waren, insgesamt über die Hälfte sind - gleich danach befragt - enttäuscht von ihren Ferien. US-Touristen kehren angeblich sogar zu 11 Prozent mit richtiggehenden Depressionen nach Hause zurück. Interessanter Weise sind von den direkt nach Ende der Reise überwiegend enttäuschten vier Wochen später nur noch 15 Prozent übrig. Der große Rest hat sich dem Glücksdiktat gefügt, das Negative gestrichen und das wenige Schöne weitererzählt. Der Urlaub hat einfach schön zu sein, schließlich war er ja auch teuer. Wer etwas so Frustrierendes so teuer bezahlt, müsste ja ein Trottel sein. Um dieser Konsequenz zu entgehen, wirken die Wochen nach der Rückkehr offenbar ziemlich verklärend. http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/art_urlaub.php Die Welt im Würgegriff von Terrorismus und Krebs In nichts sind sich Menschen so einig wie in der Ablehnung von Gewalt und Krieg, und trotzdem oder gerade deswegen beherrschen beide die Schlagzeilen der Zeitungen und damit auch unsere Gedanken und – wenn wir ehrlich sind – sogar unser Leben. Die modernen Zeiten bieten uns – wie alle ihre Vorgänger – ein Lehrstück nach dem anderen in Sachen unerlöster Aggression. http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/art_terror.php Das Klima der Welt und der Wandel Wer die Naturkatastrophen des letzten Monats betrachtet, müsste eigentlich begreifen, dass sich da etwas in eine Richtung wandelt, die wir nicht länger ignorieren können. In den USA hat der Hurrican Katrina eine Fläche von der Größe Großbritanniens verwüstet, in Taiwan und China tobt eine mildere Variante, während sich Bayern, Österreich und die Schweiz von schweren Überschwemmungen noch nicht erholt haben, wohingegen Portugal und Spanien unter glühenden Hitzewellen fast verbrennen. http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/art_klima.php Operieren, Impfen oder Waschen? Nachdem die Schulmedizin jahrzehntelang Ihre so genannte Krebs“vorsorge“ hochgehalten hat, kommt sie jetzt doch zunehmend ins Gerede. Die ‚Evidence based medicine’, eine von dem Engländer Archibald Cochrane eingeführte Richtung, die die Schulmedizin und ihre Auswirkungen einer strengen wissenschaftlichen Überprüfung unterzieht, wirft viele kritische Fragen auf. Wer – wie viele Schulmediziner – den Unterschied zwischen Vorbeugung und Früherkennung kaum zugeben mag, kommt nun zunehmend in Erklärungsnotstand. Frau Prof. Mühlhauser, an der Universität Hamburg für Gesundheitswissenschaften zuständig, formuliert es noch sehr offen: „bei den meisten Früherkennungsuntersuchungen weiß man heute nicht genau, ob sie nützlich sind. Dazu richten insbesondere Krebsuntersuchungen bei gesunden Menschen oft mehr Schaden an, als sie nützen. “ http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/art_cervix.php Oster-Frieden, Freiheit und Tibet Eine groteske Nachrichtenmischung machte uns kürzlich zu schaffen. Weltweit feierten Christen Ostern und verbanden es mit Friedens- und Segenswünschen für die Welt. Zugleich schlug die chinesische Führung mit gewohnt brutalen Mitteln die Proteste in Tibet nieder, wobei schon zu Beginn von über 100 Toten die Rede war. Bald wird gar keine Rede mehr sein, denn die chinesischen Potentaten haben in ihrer totalitären Allmacht fremde Reporter des Landes verwiesen, um keine weiteren Zeugen zu haben. Darauf, solche Gestalten Politiker zu nennen, möchte ich an dieser Stelle verzichten, es würde andere politische Menschen nur unnötig herabsetzen. Wer so handelt, hat offenbar üble Absichten. Die naiv-dummen Propaganda-Sprüche chinesischer Machthaber klingen wie Hohn in den Ohren von Menschen, die den Dalai Lama als eine der wenigen jenseits aller Zweifel integren Persönlichkeiten der großen Politik schätzen gelernt haben. http://www.dahlke.at/veroeffentlichungen/art_tibet.php Dr. med. Ingfried Hobert
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