EthnoMed Akademie
 
Home
EthnoMed
Kurse
Presse / Aktuelles
Kontakt
Impressum
Aktuelles
Seminare Sommer 2010 01.08.2010
mehr...

Finden was wirkt: Ausbildung zum Symbolpsychologischer Berater mit Zerfifikat 18.01.2010
mehr...

www.world-in-action.de das alternative Nachrichtenportal 14.12.2009
mehr...

Schweinegrippe - Therapie 10.11.2009
mehr...

Gute Gründe gegen die Schweinegrippenimpfung 10.11.2009
mehr...

Schweinegrippenhysterie - wo finde ich die schlausten Menschen der Welt 15.09.2009
mehr...

 
Links«
Institut für Ethnomedizin
Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin
Internationale Gesellschaft für chinesische Medizin
Praxis Dr. med. Ingfried Hobert

Presse / Aktuelles

Artikel "Erneut Tibeter verhaftet" vom 26.03.2009

Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)
Top Floor, Narthang Building, Gangchen Kyishong, Dharamsala 176215, H.P.,
India, phone/fax: +91 1892 223363 / 225874 / 229225, e-mail:
office@tchrd.org, www.tchrd.org
Pressemitteilung, 25. März 2009

Ein tibetischer Schriftsteller und Photograph in der Provinz Gansu verhaftet
============================================================================
Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) erfuhr, daß
die chinesischen Behörden einen tibetischen Mönch aus dem Kloster Labrang in
Amdo festgenommen haben, weil er angeblich politisch gefärbte Essays über
Tibet auf einer Website namens „Notizen“ (tib. Zindrils) veröffentlicht
hatte.

Mehreren Quellen zufolge wurde Kunga Tsayang, ein Mönch des Klosters Labrang
Tashi Kyil im Bezirk Sangchu, TAP Gannan, Provinz Gansu, am 17. März 2009,
vom Personal des Public Security Bureau (PSB) bei einer nächtlichen Razzia in
seinem Zimmer im Kloster festgenommen.

Der aus dem Bezirk Chigdril, TAP Golog, Provinz Qinghai, gebürtige Kunga
Tsayang schrieb mit Begeisterung Essays, Artikel und geschichtliche Abrisse
unter dem Pseudonym Gang-Nyi („Sonne des Schneelandes“). Außerdem betätigte
er sich als Amateur-Photograph. Er reiste viel in Tibet und in China und
beschrieb in seinen Reiseberichten die besonderen topographischen Züge des
tibetischen Hochlands sowie seine Landschaft und Kultur, die Sitten und
Gebräuche und das religiöse Leben seiner Bewohner.

Kunga Tsayang ist ein gebildeter Mönch, der stolz auf sein tibetisches Erbe
ist. Er gilt als begabter Schriftsteller und guter Photograph, der stets
davon träumte, dieses Handwerk professionell auszuüben.

Kunga Tsayang stand schon seit geraumer Zeit unter Bewachung durch die
chinesischen Behörden des Bezirks Sangchu. Er hielt sich jedoch kaum in
seinem Kloster Labrang auf außer während wichtiger Gebetsfeste und
Zeremonien, denn meistens war er im Zusammenhang mit seiner Arbeit als
Fotojournalist in diversen Gegenden Tibets und Chinas unterwegs.
Unglückseligerweise war er am 17. März im Kloster Labrang und wurde von den
chinesischen Sicherheitskräften bei ihrem mitternächtlichen Überfall
verhaftet.

Das TCHRD hat keine weitere Information über seinen Verbleib und sein
weiteres Schicksal und ist in großer Sorge um seine Sicherheit. Vermutlich
wird er an einem geheimen Ort in der Provinz Gansu festgehalten.
*****************************************
www.phayul.com, 25. März 2009
Flugblätter mit der Forderung nach Unabhängigkeit in Derge aufgetaucht
======================================================================
Die Lage in einer tibetischen Ortschaft in der Präfektur Kardze in der
Provinz Sichuan ist sehr gespannt, nachdem eine Reihe von Flugblättern mit
der Forderung nach Freiheit für Tibet auf der Hauptstraße der Stadt verstreut
worden waren.

Nach Informationen aus der Gegend ist die gegenwärtige Lage in der Gemeinde
Dzogchen im Bezirk Derge (chin. Dege) der TAP Kardze äußerst kritisch, seit
die Leute dort am 22. März, dem Vorabend einer wichtigen religiösen
Zusammenkunft, Flugblätter auf den Straßen verstreuten.

Eine große Zahl von Pilgern aus der Umgebung versammelte sich am 23. März im
Kloster Dzogchen, um Phurchen, einen wichtigen Tag für die Ausführung
bestimmter religiöser Zeremonien entsprechend zu begehen.

Am Vorabend sah man zahlreiche Flugblätter, auf denen Unabhängigkeit für
Tibet gefordert wurde, sowie Flyer mit dem Lungta-Symbol, das Glück bringen
soll, auf der zu dem Kloster führenden Straße liegen. Seitdem ist die Lage in
der Region sehr kritisch.

Am Morgen des 22. März protestierte ein Mönch im Bezirk Lithang, ebenfalls in
der TAP Kardze, ganz alleine und rief „Lange lebe Seine Heiligkeit der Dalai
Lama „ und „Freiheit für Tibet“. Er wurde als der 18jährige Choekyong Tsering
aus dem Kloster Lithang identifiziert. Bald danach wurde er von den
Polizisten des Public Security Bureau festgenommen und schwer geschlagen. Er
soll sich derzeit im Bezirksgefängnis von Lithang befinden.

Kardze gehört zur Provinz Kham, einer der drei traditionellen Provinzen
Tibets. Diese Region ist für ihr starkes tibetisches Identitätsbewußtsein
bekannt und war schon seit Jahren eine Hochburg des Widerstandes. Auch im
vergangenen Frühjahr kam es dort zu großen Protestaktionen.

Letzte Woche berichtete das TCHRD, daß die Tibeter in Kardze zu einem Boykott
der landwirtschaftlichen Arbeiten aufgerufen hätten, um gegen die „übermäßig
repressive Politik der chinesischen Behörden gegen die Tibeter“ zu
protestieren. Das Zentrum berichtet von bisher vier Verhaftungen im
Zusammenhang mit dieser Bewegung des zivilen Ungehorsams. Die Behörden gaben
nun eine Warnung heraus, daß „jeder, der sich der Feldarbeit verweigert, mit
Festnahme und Beschlagnahmung seines Landes zu rechnen hat“.

Die Lage in der Region Kardze soll sehr angespannt sein, denn trotz der
ernsten behördlichen Warnung „waren die Straßen voller Plakate, auf denen die
Bewohner gelobten, sie würden ihre Äcker nicht mehr bestellen“.

Dem TCHRD zufolge wurden letztes Jahr viele junge Tibeter wegen Teilnahme an
den antichinesischen Protestaktionen festgenommen. „Selbst wenn die Leute in
Kardze ihre Äcker pflügen möchten, gibt es kaum noch jemanden, der diese
landwirtschaftliche Arbeit tun könnte“, erklärte das Zentrum.

Dr. med. Ingfried Hobert

© 2003 - 2004, EthnoMed Akademie - Die Akademie für visionäre Medizin