Presse / Aktuelles Artikel "Der Papst und die Kondome" vom 27.03.2009
The World in Action
Liebe Freunde und Freundinnen
Papst Benedikts Aussage vergangene Woche, dass Kondome die AIDS Epidemie weiter
verschlimmere, könnte Millionen von Leben in Gefahr bringen. Unterschreiben Sie die
Petition an den Papst und sorgen sie dafür, dass die bewährte Arbeit zur AIDS
Prävention nicht behindert!
Jetzt mitmachen!
In der letzten Woche, auf seinem ersten Besuch in Afrika, sagte Papst Benedikt,
"[AIDS] sei nicht mit Kondomen zu überwinden, im Gegenteil, das verschlimmert nur
das Problem." .
Die Stellungnahme des Papstes steht im Widerspruch im mit Forschungsergebnissen zur
Aids Prävention und ein Rückschlag für Jahrzehnte harter Bildungs- und
Aufklärungsarbeit in Afrika über das Thema Aids. Mit einem mächtigen moralischen
Einfluss über mehr als 1,1 Milliarden Menschen weltweit und 22 Millionen HIV
positive Afrikaner, können diese Worte einen dramatischen Effekt auf die AIDS
Pandemie haben und Millionen von Leben riskieren. Weltweite Besorgnis zeigt bereits
erste Ergebnisse und seitens des Vatikans den Willen zur Korrektur der Aussage -
unterzeichnen Sie jetzt unsere Kampagne, die den Papst auffordert darauf zu achten,
die bewährten Strategien zur Prävention von AIDS nicht zu behindern:
http://www.avaaz.org/de/pope_benedict_petition
Dies ist keine religiöse Streitigkeit, sondern ein ernstes öffentliches
Gesundheitsproblem. Persönliche Überzeugungen von Katholiken und allen anderen
Menschen sollten respektiert werden, und die Verfechtung des Papstes für eine Kultur
von Treue und Respekt könnte eine effektive Art der AIDS Prävention sein, wenn nicht
die Nutzung von Kondomen verteufelt würde. Die katholische Kirche engagiert sich in
einer Reihe von humanitären und karitativen Projekten, einschliesslich der Pflege
von Aidskranken. Doch die Äusserungen des Papstes, die Verteilung von Kondomen wäre
kein wirksamer Mechanismus zur Aids-Prävention, steht im scharfen Widerspruch zur
Aidsforschung Eine Falschaussage, die jeglichen vernünftigen Ansatz bei der
Bekämpfung der HIV- und Aids-Epidemie zunichtemacht.
Tatsache ist, dass HIV- und AIDS- Ansteckung durch die Verwendung von Kondomen
verhindert wird. Es gibt keine einfache Lösung gegen die Ausbreitung dieser
schrecklichen Krankheit, doch Kondome und Aufklärungsarbeit sind die wirksamsten
Präventionsmethoden, welche risikoreiches Sexualverhalten erwiesenermaßen nicht
fördern. Darum erntet der Papst für seinen Kampf gegen Kondome Kritik aus den
eigenen Reihen.
Wir können von der katholischen Kirche nicht verlangen ihre Position im weiteren
Sinne zu ändern, doch wir verlangen vom Papst, dass er aufhört die bewährte Arbeit
zur AIDS Prävention zu untergraben. Es ist jetzt wichtig, dass Menschen aller
Glaubensrichtungen, insbesondere Katholiken, den Papst zur Vorsicht bei seinen
Äusserungen zu diesem Thema ermahnen. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie
die Email an Freunde und Bekannte weiter - Diese Petition könnte Menschenleben
retten:
http://www.avaaz.org/de/pope_benedict_petition
22,9 Millionen Menschen in Afrika haben sich mit HIV infiziert oder sind bereits an
Aids erkrankt. Bereits heute hat AIDS allein in Afrika 12 Millionen Kinder zu Waisen
gemacht. Wenn sich jetzt genug von uns diesem Aufruf anschliessen senden wir ein
starkes Signal an den Vatikan und gewinnen eine entscheidende Schlacht im Kampf für
eine Welt ohne AIDS.
Dr. med. Ingfried Hobert
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