Presse / Aktuelles Artikel "Blindsight - blinde Kinder auf dem Dach der Welt" vom 04.12.2008
Die blinde deutsche Braille-Without-Borders-Gründerin Sabriye Tenberken und ihr Lebens- und Arbeitspartner Paul Kronenberg waren vom 07. bis 19. Januar 2008 in Deutschland " BLINDSIGHT" (Regie Lucy Walker). Die Premiere fand am 9. Januar 2008 in Berlin, Kulturbrauerei, statt. BLINDSIGHT startete in den deutschen Kinos gleichzeitig in blindengerechter Hörfilmfassung, deren Deutschlandpremiere am 14. Januar 2008 in Marburg stattfand.
Vor der atemberaubenden Kulisse des Himalajas begleitet BLINDSIGHT den spannenden Aufstieg von sechs tibetischen Teenagern auf den 8000 Meter hohen Lhakpa Ri. Diese Unternehmung erscheint umso unglaublicher, da die tibetischen Kinder blind sind und von einer blinden Lehrerin begleitet werden. Die Expedition führt die Kinder aus einem Leben mit dem Stigma des Blindseins heraus und gibt ihnen eine neue Zukunft. BLINDSIGHT ist ein intensiver, ungewöhnlicher Film über die Kraft von Freundschaft, Solidarität und Liebe, der uns vermittelt, dass wir alle Ziele erreichen können, wenn wir den Weg gemeinsam gehen und an unsere innere Kraft glauben.
BLINDSIGHT gewann 2007 den Publikumspreis der Berlinale in der Sektion Panorama und den Publikumspreis des Filmfestival Gent, wurde 2006 für den British Independent Film Award nominiert und gewann 2006 den Publikumspreis des AFI Filmfestival Los Angeles und den Publikumspreis für den Besten Dokumentarfilm auf dem Palm Springs Film Festival 2007. Für blinde und sehbehinderte Kinogänger wird eine Audiodeskriptionsfassung erstellt, um die Möglichkeit zu bieten, auch dem nicht sehenden Publikum BLINDSIGHT erleben zu lassen. BLINDSIGHT (Regie: Lucy Walker, Editor Sebastian Duthy) wurde produziert von Sybil Robson–Orr (Robson Entertainent). Der Film startet am 10. Januar 2008 deutschlandweit im Verleih der TAO Cinemathek im Vertrieb der Filmwelt Verleihagentur. Das “Braille Ohne Grenzen „ Trainings-Zentrum ist ein Zentrum für Blinde, indem Kinder und Erwachsene auf ihr Leben in der Welt der Sehenden vorbereitet werden. Ziel des Blindenzentrums ist es einmal, Kinder in einer vorbereitenden Grundschule in Blindentechniken zu unterrichten, um sie, ausgestattet mit blindenspezifischem Lehrmaterial, in weiterführende regulären Schulen mit Sehenden integrieren zu können. Zum anderen erhalten jugendliche und erwachsene blinde Menschen in dieser Einrichtung eine Ausbildung, die sie befähigt, in der Welt der Sehenden einen adäquaten Beruf ausüben zu können.
Das Blinden-Zentrum nimmt Kinder zwischen 3 und 15 Jahren in sein Vorschulprogramm auf. Die Kinder werden aus Dörfern und Städten der Autonomen Region Tibet ausgewählt und, auf Grund der meist großen Entfernungen von Lhasa zu den Heimatdörfern, in einem Internat untergebracht. Nach einer zwei bis dreijährigen Ausbildungszeit und ausgerüstet mit dem entsprechenden Lehrmaterial können die Kinder dann in die Schulen ihrer Heimatdörfer integriert werden. Zur Ausbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelte das Zentrum einen Ausbildungsgang. Neben Blindenschrift und Orientierungstechniken erlernen sie Englisch und Chinesisch. Darüber hinaus erlernen sie einen Beruf, sei es im medizinischen, handwerklichen oder landwirtschaftlichen Bereich. Dr. med. Ingfried Hobert
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