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Presse / Aktuelles

Artikel "Inselstaaten drohen zu versinken" vom 10.11.2008

Nächste Woche werden Regierungschefs der kleinen Inselstaaten den beispielslosen

Versuch unternehmen, den Sicherheitsrat aufzufordern, den Klimawandel als dringende

Bedrohung für den internationalen Frieden anzusehen und dementsprechend zu handeln.

Für die Bürger kleiner Inselstaaten bedeutet ein Anstieg des Meeresspiegels eine

existentielle Bedrohung und nicht eine weit entfernte Gefahr. 
Fiji: "Bei einer hohen Flut steht unser gesamtes Dorf unter Wasser, und

unsere Häuser sind überflutet." Die Klimadebatte ins Zentrum der

sicherheitspolitischen Arena zu rücken, könnte das Thema effektiv weiterbringen.

Doch diese Bemühungen werden voraussichtlich auf starken Widerstand der Klimasünder

stoßen. Helfen Sie uns, eine internationale Solidaritätswelle zu entfachen. Die

Petition wird nächste Woche von den Botschaftern der Inselstaaten an die UNO

übergeben:

Das Eis in der Arktis geht rapide zurück, und zum ersten Mal kann man die Eiskappe

am Nordpol umschiffen. Wirbelstürme und andere extreme Formen des Wetters werden

zahlreicher und nehmen an Intensität zu. 
St. Kitts schreibt:"Wenn sich der USA ein Wirbelsturm nähert, ist es möglich eine ganze Großstation zu evakuieren, doch auf den Inseln steht diese Option nicht zur Verfügung."

Inselstaaten, deren höchster Punkt nur wenige Meter über mehr liegt, erarbeiten

Evakuierungspläne, um das Überleben der Bevölkerung zu sichern. 

Präsident Remengesau aus Palau, einem kleinen Inselstaat im Pazifik, erklärte

kürzlich: "Mindestens ein Drittel von Palaus Korallenriffe sind durch Klimawandel

bedingte Wetteränderungen zum Opfer gefallen. Durch Dürren und Hochwasser wurde fast

unsere gesamte landwirtschaftliche Produktion zerstört. Dies sind keine

theoretischen wissenschaftliche Verluste, sondern eine Realität, der wir uns stellen

müssen...Für uns Inselstaaten ist die Zeit schon abgelaufen! Es kann gut sein, dass

unser Schicksal einen Ausblick auf Ihre Zukunft und die unseres Planeten bietet."

Zusätzlich zu den Inselstaaten, stehen Länder wie Bangladesch, mit einer Bevölkerung

von über 150 Millionen, vor dem Verlust großer Teile ihrer Landmasse. Die Erfahrung

der verwundbarsten Gemeinschaften unseres Planeten sind ein Warnzeichen für die

Zukunft, die uns alle erwartet: Extreme Wetterbedingungen, Konflikte um Wasser und

Nahrung, ganze Küstenstränge verschwinden und Millionen werden zu Flüchtlingen. 

Je mehr Unterschriften wir an die Vollversammlung der Vereinten Nationen übergeben

können, desto eindringlicher unsere Botschaft. Unterzeichnen Sie jetzt:

 

http://www.avaaz.org/de/islands_climate_warning

 

Dieser mutige Überlebenskampf der Inselstaaten betrifft uns alle. Genauso wie

Meeresspiegel weltweit im gleichen Augenblick steigen oder sinken, beeinflussen uns

die Entscheidungen von Menschen auf der gegenüberliegenden Seite des Erdballs. Indem

wir Seite an Seite mit den ersten Betroffenen der Klimakrise stehen, zeigen wir

ihnen, dass wir die Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft erkannt haben und

bereit sind, diese auch zu übernehmen und dafür einzustehen, dass unser Planet

erhalten bleibt.
Dr. med. Ingfried Hobert

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