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Institut für Ethnomedizin
Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin
Internationale Gesellschaft für chinesische Medizin
Praxis Dr. med. Ingfried Hobert

Zur Person:

Dr. med. Ingfried Hobert
Arzt für Allgemeinmedizin mit dem Schwerpunkt Naturheilverfahren und traditionelle tibetische Medizin in eigener Praxis in Steinhude am Steinhuder Meer. Sein besonderes Interesse gilt der Erforschung traditioneller Heilverfahren anderer Kulturen mit dem Ziel dort effektive und praktisch anwendbare Ansätze ganzheitlicher Heilung zu finden. Sein Spezialgebiet ist seit vielen Jahren die traditionelle tibetische Medizin. Autor zahlreicher Gesundheitsratgeber u.a. „Die Praxis der tibetischen Medizin“ (O.W.Barth Verlag), Begründer und Leiter der Akademie für visionäre Medizin.

Ethnomedizin zwischen Ethik und Wissenschaft 5.5.2010

Integration ethnotherapeutischer Verfahren in die ärztliche Praxis
Termine:
Ärztekammer Hannover, Mittwochs nach Ankündigung
Anmeldung:
hier
Kurzbeschreibung:

Ethnomedizin im Spannungsfeld zwischen Ethik und Wissenschaft

Mittwochs nach Ankündigung im Qualitätszirkel Ethnomedizin

Nächster Termin 5.5.2010  um 20.00 Uhr in der Ärztekammer   -  Anmeldung erforderlich
Entwicklung von Integrationsansätzen für ethno-therapeutische Behandlungsformen in der Medizin von heute ( von Dr.med.Ingfried Hobert )

Wir leben heute in einer besonderen Zeit der Veränderungen, der sozialen Umwälzungen und grundlegender Erneuerungen auf allen sozio-kulturellen Ebenen. Wir sind wie selten zuvor mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert, die wir bewerten, aushalten und abwehren müssen. Wie unsichtbare Fäden beeinflussen verschiedenste Einflüsse unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und Vitalität.
Wissenschaft und Schulmedizin vollbringen immer neue „Wunder“ mit neuen Pharmazeutika und weiterentwickelter High Tech. Sie sind als therapeutische Grundlage von größter Wichtigkeit und unentbehrlich, wenn es darum geht, mit Krankheiten diagnostisch und therapeutisch verantwortungsvoll umzugehen.

Doch ist die Schulmedizin alleine in der Lage den veränderten und ständig wachsenden Bedürfnissen des kranken Menschen ausreichend gerecht zu werden. Verlangt nicht die Ethik der Medizin auch Flexibilität und Offenheit wenn es darum geht einen Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen, um aus dem Gesundheitsverständnis und Heilwissen anderer Kulturen neue Impulse zu bekommen. Die Beschäftigung mit Ethnomedizin kann einen Beitrag leisten für neue Perspektiven und Impulse die das medizinische Denken und Handeln auf allen gesellschaftlichen Ebenen bereichern.

Ethnomedizin - Medizingeschichte unseres Planeten
Ethnomedizin erforscht und vergleicht die verschiedenen Medizinsysteme der Völker und Zeiten. Die Erforschung von Heilpflanzen, Heilmitteln und Heilkonzepten anderer Völker und Kulturen bringt viele erstaunliche, verwunderliche, faszinierende aber auch befremdliche Dinge zum Vorschein. Meist verbergen sich hinter den sichtbaren Heilweisen interessante und äußerst komplexe Wirklichkeitskonzepte und Weltbilder, die bei näherer Betrachtung neue Perspektiven für das medizinische Denken und Handeln eröffnen. Die Forschungsbereiche der Ethnomedizin umspannen kulturübergreifend das medizinische Wissen von örtlichen Ärzten bis hin zu den traditionellen Heilkundigen in Gegenwart und Vergangenheit.
Aktuelle Schwerpunkte der Ethnomedizin bilden die Integration kulturfremder Krankheitsvorstellungen und Behandlungskonzepte und die Neubewertung der Volksmedizin anderer Kulturen nicht als alternative Medizin sondern als Teil der Medizin unseres Planeten.

Eine riesige Schatztruhe öffnet sich, betrachtet man wie andere Kulturen z.B. in Asien oder Südamerika mit psychischen Krankheiten und deren Therapien umgehen. Wer könnte so vermessen sein zu behaupten Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Sozialmedizin und Sozialpsychatrie könnten von diesen Kulturen in ihrem Umgang mit dem kranken Menschen nichts dazulernen ?
Hat nicht auch das Beispiel der traditionellen chinesischen Medizin – die übrigens von der WHO bereits Anfang der 80’iger Jahre als effektive Therapiemaßnahme offiziell anerkannt wurde- gezeigt wie Menschen jahrzehntelang hierzulande eine Therapiemethode vorenthalten wurde, die
seit tausenden von Jahren fester und sogar tragender Bestandteil der Medizin der gesamten östlichen Hemisphäre war und auch heute noch für mehr als 4 Milliarden Menschen ist. Das chinesische Qi Gong mit seinen äußerst effektiven Entspannungs-, Regenerations-und Fittnessübungen ist ein weiteres Beispiel aus der Schatztruhe der chinesischen Medizin und liefert einen Unschätzbaren Beitrag für Gesundheit und Wohlbefinden.
Kann man allen Ernstes behaupten, mehr die Hälfte der Länder unserer Erde und ihre Verantwortlichen sein dumm und abergläubisch.
Was ist mit dem überlieferten Wissen über die Phytotherapie aus den tropischen Regenwäldern und der Dschungelmedizin. Müssen die Heilpflanzen wirklich von dort kommen wo der Kranke lebt. Vielleicht sind es in einer globalisierten Welt wie heute gerade diese äußeren Impulse die wir brauchen um uns aus eingefahrenen Denkstrukturen zu lösen und uns für neue Perspektiven zu öffnen. Die Mehrzahl der kulturvergleichenden therapeutischen Konzepte wie sie in der Volksheilkunde der wichtigsten Kulturen unseres Planeten gefunden werden brauchen eine Kritische Prüfung keinesfalls scheuen. Ihre Effizienz hat sich im jeweiligen Kulturkreis über jahrtausende bewiesen.

Wir sind nun aufgefordert mit großer Offenheit all dies Wissen zu betrachten um zu erkennen welche der Verfahren in unserem Kulturkreis praktisch und effizient anwendbar sind.
Die Transkulturelle Betrachtungsweise erfährt eine Systematik durch die praxisnahe Betrachtung und Übertragung ausgewählter medizinischer Fächer- wie sie in der neuen Approbationsordnung als Wahlfächer für die ärztliche und pharmazeutische Aus-und Weiterbildung zu finden sind- auf den entsprechenden Kulturkreis:
Wichtige allseits anerkannte Fächer wie Geschichte, Theorie und Ethik der

Medizin des entsprechenden Landes,-Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie, Sozialmedizin und Sozialpsychatrie aber auch
Gesundheitsökonomie, Prävention und öffentliche Gesundheitspflege
oderPhysikalische Medizin, Naturheilverfahren und Phytopharmakologie der
Heilpflanzen des jeweiligen Landes finden hier Beachtung.

Wir sind nun aufgefordert mit großer Offenheit all dies Wissen zu betrachten um zu erkennen welche der Verfahren in unserem Kulturkreis praktisch und effizient anwendbar sind. Dabei wird sich mehr und mehr herausstellen, dass in der heutigen Zeit jeder Impuls aus dieser Richtung auf fruchtbaren Boden fallen wird.
Dr.med.Ingfried Hobert, Arzt für Allgemeinmedizin
Leiter der Ethnomed –Akademie www.ethnomed.de




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